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HERZ als Problemlöser <br>Sanierung einfach gemacht

HERZ als Problemlöser
Sanierung einfach gemacht

Viele Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden sind seit Jahrzehnten in Betrieb. Ventilkörper, Rohrleitungen sowie Handräder oder Thermostatköpfe stammen oft aus einer Zeit, in der andere technische und energetische Anforderungen galten. Dennoch lässt sich auch bei solchen Anlagen mit gezielten Maßnahmen viel erreichen. Schon kleine Eingriffe – etwa das Thermostatisieren bestehender Heizkörper – ermöglichen es, ältere Anlagen an heutige Anforderungen anzupassen. Die Regelung wird präziser, der Energieeinsatz effizienter und Betriebskosten lassen sich spürbar senken, wie bereits umgesetzte Projekte belegen. Worauf es dabei in der Praxis ankommt und welche Lösungen sich im Bestand bewährt haben, erklärt Ing. Patrick Rajkovats im Gespräch mit HERZ News.

Ergebnisse aus der Praxis:

Ein eindrucksvolles Beispiel für die erfolgreiche Modernisierung einer Bestandsanlage liefert das Naturhistorische Museum in Wien. Bereits in einer Heizsaison konnten allein durch den Einsatz von HERZ Thermostatköpfen und Thermostatventilen 440.000 kWh Heizenergie eingespart werden – das entspricht einer CO₂-Reduktion von 58 Tonnen. Aufgrund der öffentlichen Zugänglichkeit wurden hier vor allem die vandalensicheren HERZCULES Thermostatköpfe eingesetzt, die zudem vor unbefugter Bedienung schützen.

Auch das Sanierungsprojekt in Komárno, Slowakei, zeigt die Wirkung auf großer Ebene: Innerhalb von drei Jahren wurden 92 Objekte mit fast 4.000 Wohnungen, insgesamt rund 250.000 m², saniert. Dabei wurden die Heizkörper mit HERZ Thermostatköpfen und Thermostatventilen ausgestattet und die Heizstränge mit Armaturen für den hydraulischen Abgleich versehen. Innerhalb von zwei Jahren nach der Investition wurde der gesamte Investitionsbetrag bereits eingespart. Die Energieeinsparungen sprechen auch für sich: Nach der Sanierung erzielte man jährlich eine Einsparung von 8.024.000 kWh. Dies entspricht einer erfolgreichen Energieeinsparung von 27 % pro Jahr. Am Ende der Fallstudie wurde insgesamt eine Energieeinsparung von 31.122.000 kWh aufgezeichnet.

Bestehende Systeme schnell und sicher modernisieren

Installateure stehen vor der Herausforderung, ein altes System an die neuen Anforderungen anzupassen - und das in möglichst kürzester Zeit. "Die erste Entscheidung hängt vom Anlagentyp ab: Einrohr- oder Zweirohranlagen. Beide Systeme haben unterschiedliche hydraulische Eigenschaften und erfordern daher unterschiedliche Vorgehensweisen bei der Modernisierung" sagt Ing. Patrick Rajkovats, HERZ Anwendungstechnik. Danach lässt sich klar definieren, welche Maßnahmen sinnvoll sind und wie sich die Anlage ohne großen Aufwand effizienter betreiben lässt.

Sanierung bei Zweirohranlagen

Im Unterschied zur Einrohranlage wird bei Zweirohrsystemen jeder Heizkörper parallel versorgt. Vor- und Rücklauf sind getrennt geführt, der Temperaturabfall entlang des Strangs ist deutlich geringer und die hydraulischen Verhältnisse insgesamt stabiler. „Zweirohranlagen bieten grundsätzlich bessere Voraussetzungen für eine saubere Regelung“, erklärt Ing. Patrick Rajkovats und ergänzt „Damit dieses Potenzial auch genutzt wird, kommt es auf das richtige Ventil und eine kontrollierte Durchflussbegrenzung an.“ HERZ setzt hier auf dynamische Thermostatventile und voreinstellbare Lösungen:

HERZ TS-98-V

Das Thermostatventil TS‑98‑V ermöglicht eine präzise Voreinstellung des Durchflusses am Heizkörper und unterstützt so den hydraulischen Abgleich in Zweirohranlagen. Durch die definierte Durchflussbegrenzung lässt sich der Volumenstrom pro Heizkörper gezielt anpassen – ein wichtiger Schritt zu gleichmäßiger Wärmeverteilung und effizienter Anlagenregelung. Die unterschiedlichen Bauformen decken typische Einbauszenarien ab.

HERZ Dynamisches Thermostatventil TS-120-V-Smart:

HERZ Dynamisches Thermostatventil TS-120-V-SMART vereint die Funktionen des klassischen Thermostatventils mit einem Differenzdruckregler in einem Gehäuse. Durch den integrierten Differenzdruckregler ist es möglich, dass das dynamische Thermostatventil den Durchfluss am Radiator bei wechselnden Druckverhältnissen konstant hält. Druckschwankungen im System, etwa durch das Öffnen oder Schließen anderer Heizkörper, werden selbsttätig ausgeglichen, sodass jedem Radiator stets die erforderliche Wassermenge zur Verfügung steht.

Kombiniert mit einem Thermostatkopf lassen sich die Heizkörper individuell auf den tatsächlichen Bedarf steuern – für mehr Komfort, effizientes Heizen und spürbare Energieeinsparungen.

Sanierung bei Einrohranlagen

Bei Einrohranlagen zirkuliert das Heizwasser seriell durch die einzelnen Heizkörper. Dadurch kühlt es nach jedem Heizkörper ab. "Einrohranlagen neigen zu großen Druckungleichgewichten. Als Lösung bieten sich hier Thermostatventile mit höheren Durchflusswerten an", betont Ing. Rajkovats. HERZ bietet dafür speziell ausgelegte Ventillösungen, die den hydraulischen Anforderungen von Einrohranlagen gerecht werden und gleichzeitig eine effiziente Thermostatisierung ermöglichen:

HERZ TS‑90‑E:

Das Thermostatventil HERZ TS-90-E wurde gezielt für Einrohranlagen entwickelt und zeichnet sich durch einen deutlich erhöhten Durchflusswert aus. Während Standard-Thermostatventile bei ½" typischerweise einen kVs-Wert von etwa 1,1 aufweisen, liegt der kVs-Wert beim TS-90-E bei rund 2,0 bis 2,3. Damit wird der erforderliche niedrige Strömungswiderstand sichergestellt.

Je nach baulicher Situation ist das Ventil in Durchgangsform, Eckform und Eckform spezial erhältlich. Als passendes Rücklaufventil eignen sich die bewährten AS-T-90-Ventile oder GP-Ventile, jeweils in Kombination mit einem Handregulierventil.

HERZ TS‑E:

Bei sehr problematischen Einrohranlagen oder Schwerkraftanlagen eignet sich das Thermostatventil HERZ TS-E. Dieses Ventil bietet etwa einen fünffachen Durchflusswert als ein Standardventil an - der kVs Wert liegt also bei etwa 5,1. Ergänzt wird diese Lösung durch das HERZ RL-1-E-Rücklaufventil, das für maximalen Durchfluss in Einrohr- und Schwerkraftanlagen ausgelegt ist. "Diese Kombinationen ermöglichen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen eine funktionierende Regelung und eine deutliche Effizienzsteigerung – ohne tiefgreifende Eingriffe in das bestehende Rohrnetz", sagt Ing. Rajkovats. Bei der Montage der Ventile an kalibrierte Weichstahl- oder Kupferrohre bietet HERZ auch das nötige Klemmset an.

Sonderlösungen für kritische Einbausituationen

In besonders kritischen Anlagen – etwa bei empfindlichen Bodenbelägen wie Fliesen und Marmor oder bei korrosionsgefährdeten Rohrsystemen – ist der direkte Austausch des gesamten Ventils oft schwierig oder riskant. Je nach Produkt, Baujahr und Thematik sind hierbei verschiedene Lösungen möglich:

Tropft das Ventil, kann beispielsweise einfach die Dichtung ausgetauscht werden. Bei HERZ ist das teilweise sogar für Ventile vor dem Baujahr 1965 unter Druck möglich, wie bei HERZ AS-Ventilen.

Steckt die Ventilspindel fest und lässt sich nicht mehr bewegen, kann alleinig durch den Austausch des Ventiloberteils die Funktion des Ventils wiederhergestellt werden, sogar bei Handregulierventilen. Besonders bei Modellen wie dem HERZ AS-T-90 ab Baujahr 1992 kann das Ventiloberteil sogar unter Druck gewechselt werden, was zu einer deutlichen Zeitersparnis führt. Hierfür bietet HERZ auch das nötige Austauschgerät für Ventil-oberteile an: HERZ Changefix.

„Der Austausch des Ventiloberteils gegen einen Thermostatoberteil schafft die technische Voraussetzung für eine effizientere Regelung“, erklärt Ing. Patrick Rajkovats und unterstreicht die vielseitige Kompatibilität des HERZ-Produktsortiments.

Kostenlose Beratung bei HERZ

"Jede Anfrage ist individuell. Genau aus diesem Grund bieten wir bei HERZ sowohl telefonische Beratung als auch Auskunft per E-Mail an, um unsere Kunden zu unterstützen", betont Ing. Rajkovats. "Dabei ermöglichen uns Fotos vom Ventil und vom Ventiloberteil das Modell zu erkennen und die passende Lösung zu liefern", ergänzt er abschließend. Bei Fragen können Sie sich jederzeit an HERZ Anwendungstechnik wenden unter: awt@herz.eu

Eine Gesamtübersicht über HERZ Ventile von 1965 bis heute sowie deren Ersatzteile erhalten Sie in unserer Renovierungsbroschüre.

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